Meister für Kraftverkehr IHK

Was macht ein Meister für Kraftverkehr IHK und für wen eignet sich die Fortbildung?
Kurz gesagt: Der Meister für Kraftverkehr sorgt dafür, dass Fahrzeuge rollen, Termine eingehalten werden und Mitarbeiter sicher sowie wirtschaftlich arbeiten.
Er ist die verantwortliche Führungskraft im Güter- oder Personenverkehr. Ein Meister für Kraftverkehr plant, organisiert und überwacht Transportprozesse, führt Mitarbeiter und sorgt dafür, dass gesetzliche Vorgaben zuverlässig eingehalten werden.
Dabei verbindet er betriebswirtschaftliches Know-how, technische Kompetenz und Führungsverantwortung – als Schnittstelle zwischen Fahrpersonal, Disposition und Geschäftsleitung.
Typische Aufgaben im Überblick:
Organisation und Steuerung von Transportprozessen
Führung und Einsatzplanung von Fahrpersonal
Sicherstellung von Wirtschaftlichkeit und Kostenkontrolle
Einhaltung gesetzlicher Vorschriften
Fuhrpark- und Technikverantwortung
Qualitäts- und Sicherheitsmanagement
Die Fortbildung richtet sich an erfahrene Fachkräfte im Güter- oder Personenverkehr, die mehr Verantwortung übernehmen und in die Führungsebene aufsteigen möchten.
Besonders geeignet ist die Fortbildung für Personen, die:
- im Güterkraftverkehr oder Personenverkehr tätig sind (z. B. Berufskraftfahrer, Disponenten, Fuhrparkmitarbeiter)
- bereits organisatorische Aufgaben übernehmen und sich gezielt für Leitungsfunktionen qualifizieren möchten
- den Schritt von der operativen Tätigkeit in die Planung, Steuerung und Personalführung gehen wollen
- eine anerkannte Aufstiegsqualifikation auf DQR-Stufe 6 anstreben – ohne Studium
- perspektivisch als Fuhrparkleiter, Verkehrsleiter oder Betriebsleiter arbeiten möchten
Zusammenfassend:
Wer im Kraftverkehr nicht nur mitfahren, sondern mitgestalten will, findet hier den nächsten Karriereschritt.
Wie werde ich Geprüfter Meister für Kraftverkehr mit dem BZE?
Vor Ort am BZE-Standort Goslar!
Kompakt in Präsenz in sieben zweiwöchigen Seminaren in Goslar - natürlich förderfähig, praxisnah aufgebaut und mit dem Ergebnis des staatlich anerkannten IHK-Abschlusses.

Blockseminar Präsenz Goslar
Feste Termine, feste Gruppen: Das Präsenzseminar in Goslar besteht aus 7 Blöcken von jeweils 2 Wochen.
Unterkunft und Verpflegung vor Ort sind optional buchbar.
Dauer: ca. 18 Monate
Welche Zugangsvoraussetzungen gelten für die Prüfung bei der IHK?
Um zur Prüfung zum Meister für Kraftverkehr (IHK) zugelassen zu werden, müssen bestimmte berufliche Voraussetzungen erfüllt sein. Diese sind bundesweit einheitlich geregelt.
Zulassung zum ersten Prüfungsteil (Basisqualifikationen) – zur Prüfung wird zugelassen, wer eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt:
… eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem der anerkannten Ausbildungsberufe Berufskraftfahrer oder Berufskraftfahrerin oder Fachkraft im Fahrbetrieb.
… eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem sonstigen anerkannten Ausbildungsberuf und danach eine mindestens einjährige Berufspraxis.
… eine mindestens vierjährige Berufspraxis.
Wichtig:
Als einschlägige Berufspraxis gelten Tätigkeiten im Güter- oder Personenverkehr, z. B. als Berufskraftfahrer, Disponent, Fuhrparkmitarbeiter oder im Transportmanagement.
Zulassung zum zweiten Prüfungsteil (Handlungsspezifische Qualifikationen)
Für den zweiten Prüfungsteil gilt zusätzlich:
- Erfolgreicher Abschluss des ersten Prüfungsteils
- sowie in der Regel mindestens 1 weiteres Jahr einschlägige Berufspraxis
Die Beantragung der Zulassung erfolgt über die zuständige Industrie- und Handelskammer (IHK). Dabei ist nachzuweisen, dass die bisherige Berufspraxis wesentliche Bezüge zu den Aufgaben eines Meisters für Kraftverkehr aufweist.
Wie verläuft die IHK-Prüfung zum Meister für Kraftverkehr IHK?
Die IHK-Prüfung ist bundesweit einheitlich geregelt und gliedert sich in zwei aufeinander aufbauende Prüfungsteile. Beide Teile sind praxis- und handlungsorientiert aufgebaut und orientieren sich an realen betrieblichen Aufgaben im Kraftverkehr.
Teil 1: Grundlegende Qualifikationen
Dieser Teil vermittelt und prüft die grundlegenden Kompetenzen für angehende Führungskräfte:
- Rechtsbewusstes Handeln
- Betriebswirtschaftliches Handeln
- Zusammenarbeit im Betrieb
- Methoden der Information, Kommunikation und Planung
- Naturwissenschaftliche und technische Grundlagen
Prüfungsform:
Schriftliche, handlungsbezogene Aufgabenstellungen mit betrieblichen Fallbeispielen.
Teil 2: Handlungsspezifische Qualifikationen
Hier steht die konkrete betriebliche Praxis im Kraftverkehr im Mittelpunkt:
- Organisation und Steuerung von Transportprozessen
- Personalführung und Einsatzplanung
- Fuhrparkmanagement und Technik
- Einhaltung gesetzlicher Vorschriften (z. B. Lenk- und Ruhezeiten)
- Wirtschaftlichkeit und Prozessoptimierung
Prüfungsform:
- Schriftliche Prüfungsleistungen
- Präsentation eines praxisbezogenen Themas
- Fachgespräch vor dem Prüfungsausschuss

Abschluss & Bestehen
Die Prüfung ist bestanden, wenn:
- beide Prüfungsteile erfolgreich abgeschlossen wurden
- alle Prüfungsbereiche mindestens mit „ausreichend“ bewertet wurden
Nach Bestehen erhalten Sie den bundesweit anerkannten Titel „Geprüfter Meister für Kraftverkehr (IHK)“. Dieser Abschluss ist dem DQR-Niveau 6 (Bachelor-Niveau) zugeordnet.
Welche Inhalte werden in der Fortbildung vermittelt?

Die Fortbildung orientiert sich an der bundesweit geltenden Prüfungsverordnung und bereitet gezielt auf die IHK-Prüfung sowie auf Führungsaufgaben im Kraftverkehr vor.
Die Inhalte gliedern sich in zwei große Bereiche:
Fachrichtungsübergreifende Qualifikationen (Basisqualifikationen)
In diesem Teil erwerben Sie die grundlegenden Kompetenzen, die jede Führungskraft benötigt:
- Rechtsbewusstes Handeln – Arbeitsrecht, Mitbestimmung, Haftungsfragen
- Betriebswirtschaftliches Handeln – Kostenrechnung, Kalkulation, Wirtschaftlichkeitsanalysen
- Methoden der Information, Kommunikation und Planung – Projektplanung, Organisation, Dokumentation
- Zusammenarbeit im Betrieb – Kommunikation, Zusammenarbeit, Konfliktlösung
- Naturwissenschaftliche und technische Grundlagen
Handlungsspezifische Qualifikationen (fachlicher Schwerpunkt)
Hier stehen die praxisrelevanten Themen des Kraftverkehrs im Mittelpunkt:
- Organisation und Steuerung von Transportprozessen – Disposition, Tourenplanung, Prozessoptimierung
- Fuhrparkmanagement und Technik – Fahrzeugwirtschaft, Wartung, technische Organisation
- Personalführung und Einsatzplanung – Mitarbeiterführung, Arbeitszeitregulierung, Schulungen
- Rechtliche Rahmenbedingungen im Verkehrswesen – Lenk- und Ruhezeiten, Güterkraftverkehrsrecht, Arbeitsschutz
- Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltmanagement
Praxisbezug steht im Mittelpunkt:
Der Lehrgang arbeitet mit betrieblichen Fallbeispielen, typischen Entscheidungssituationen und prüfungsnahen Aufgabenstellungen.
Wo arbeitet ein Meister für Kraftverkehr – und welche Perspektiven bietet der Abschluss?

Mit dem IHK-Abschluss qualifizieren Sie sich für verantwortungsvolle Positionen im Güter- und Personenverkehr. Als Meister für Kraftverkehr übernehmen Sie organisatorische, wirtschaftliche und personelle Verantwortung – und steigen in die mittlere Führungsebene auf.
Vorteile auf einen Blick
- Aufstieg in Leitungsfunktionen im Transport- und Verkehrsbereich
- Deutlich erweitertes Verantwortungsgebiet
- Verbesserte Gehaltsaussichten
- Bundesweit anerkannter Abschluss auf DQR-Stufe 6
- Zugang zu weiterführenden Qualifikationen (z. B. Technischer Betriebswirt IHK)
Typische Einsatzbereiche:
Als Meister für Kraftverkehr arbeiten Sie beispielweise in:
- Güterkraftverkehrsunternehmen
- Speditionen und Logistikdienstleistern
- Bus- und Personenverkehrsunternehmen
- Industriebetrieben mit eigenem Fuhrpark
- Kommunalen Verkehrsbetrieben
- Transportunternehmen im nationalen und internationalen Verkehr
Typische Positionen und Funktionen:
- Fuhrparkleiter
- Verkehrsleiter
- Dispositionsleiter
- Betriebsleiter im Transportwesen
- Leiter Transport- oder Fahrzeuglogistik
Kurz gesagt:
Wer Verantwortung für Fahrzeuge, Personal und Prozesse übernimmt, sichert sich im Kraftverkehr langfristig stabile und attraktive Karriereperspektiven.
Welche Förderungen gibt es bei der Fortbildung?

Die Fortbildung zum Meister für Kraftverkehr (IHK) ist nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) förderfähig.
Ein Großteil der Lehrgangskosten wird staatlich unterstützt – unabhängig vom Alter und in der Regel auch unabhängig vom Einkommen.
Rechenbeispiel für Ihre Förderung:
| Betrag | |
| Lehrgangskosten | 4.899 € |
| 50 % Zuschuss vom Staat | – 2.449,50 € |
| Verbleibendes Darlehen | 2.449,50 € |
| Darlehenserlass bei Bestehen (50 %) | – 1.224,75 € |
| Ihre effektive Eigenbelastung | nur 1.224,75 € |
Hinweis: Prüfungsgebühren sind in der Regel ebenfalls förderfähig. Die Beantragung erfolgt über das zuständige Amt für Ausbildungsförderung.
Das bedeutet für Sie:
- 50 % der Kosten erhalten Sie als nicht rückzahlbaren Zuschuss
- Die restlichen 50 % können als zinsgünstiges KfW-Darlehen finanziert werden
- Nach bestandener Prüfung werden weitere 50 % des Darlehens erlassen
- Auch die IHK-Prüfungsgebühren sind förderfähig
Die Fortbildung zum Meister für Kraftverkehr ist damit eine der wirtschaftlich attraktivsten Aufstiegsqualifikationen im Verkehrsbereich.
Was verdient man als Meister für Kraftverkehr IHK nach erfolgreich bestandener Prüfung?
Mit dem IHK-Abschluss verbessern sich Ihre Verdienstmöglichkeiten deutlich. Je nach Verantwortung, Unternehmensgröße und Region sind attraktive Gehälter im mittleren und oberen Führungsspektrum des Verkehrsgewerbes realistisch.








